Künstlerinnengespräch

Mending Inheritances: Zwischen künstlerischer und institutioneller Fürsorge

Bhasha Chakrabarti im Gespräch mit der Restauratorin Marika Kesler

18 – 19.30 Uhr

7. Juli 2026

Rotunde, Galerie im EG

Eintritt frei

Englisch

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Ein Gespräch über geerbte Materialien, Fürsorge, Konservierung und die Möglichkeiten des Repair zwischen persönlichem Erbe und institutionellen Praktiken.

Der Umgang von Museen und Künstler*innen mit kulturellen Objekten und Materialien sowie die daraus erwachsende Verantwortung für deren Erhalt unterscheiden sich grundlegend.

Während Museen entlang institutioneller Konzepte sammeln und bewahren, arbeiten Künstler*innen häufig mit Materialien, die ihnen durch familiäre Beziehungen und gelebte Formen der Fürsorge überliefert wurden. Welche Arten von Verantwortung, Formen des Repair und welches Wissen ergeben sich aus diesen unterschiedlichen Beziehungen zu den überlieferten Materialien? Wo stimmen künstlerische und institutionelle Praktiken überein, und wo unterscheiden sie sich grundlegend?

Anlässlich der Ausstellung Archive of Divine Possessions kommen die Künstlerin Bhasha Chakrabarti und die Restauratorin Marika Kesler zu einem öffentlichen Gespräch im TA T zusammen. Ausgehend von Chakrabartis Ausstellung widmet sich die Diskussion Fragen von Fürsorge, Repair (verstanden nicht als Wiederherstellung eines ursprünglichen Zustands, sondern als sichtbarer und fortdauernder Umgang mit Verlust, Beschädigung und Veränderung), Konservierung, Materialgeschichten sowie den Möglichkeiten und Grenzen, fragile Hinterlassenschaften zu bewahren.

Archive of Divine Possessions versammelt Textilien und religiöse Objekte aus dem Familienerbe der Künstlerin, die sie durch Praktiken des Archivierens, der Malerei, der Collage, des Bewegtbilds und der räumlichen Anordnung untersucht. Die Ausstellung eröffnet Fragen nach Berührung, Transformation, Bewahrung und den sich wandelnden Bedeutungen, die Materialien über Generationen und in unterschiedlichen Kontexten annehmen.

Das Gespräch findet in der Ausstellung statt.

Teilnehmer*innen

Bhasha Chakrabarti (*1991) ist eine bildende Künstlerin aus Honolulu, Hawaii. Durch die Verbindung verschiedener Genres entfaltet ihre Praxis eine diskursive Dimension; ihre Arbeiten erzeugen Dialoge zwischen subalternen Bildwelten und weiblich konnotierten Formen von Arbeit aus dem globalen Süden sowie den Anliegen von Widerstandsbewegungen marginalisierter Gemeinschaften im globalen Norden.
Chakrabarti schloss 2022 ihr MFA in Painting and Printmaking an der Yale School of Art ab. Ihre Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen unter anderem bei der Kochi Biennale (Indien), im Rhode Island School of Design Museum (USA), beim Dhaka Art Summit (Bangladesch), der British Textile Biennial (UK), bei Experimenter (Indien), im Portland Museum of Art (USA) sowie im Museum of Art and Photography (Indien) gezeigt. Chakrabarti ist Preisträgerin des South Asia Artist Prize (SAAI) 2023, vergeben von der University of California, Berkeley.

Marika Kesler ist Restauratorin am Ethnologischen Museum Berlin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) und auf die Konservierung und Betreuung textiler Sammlungen spezialisiert. In ihrer Auseinandersetzung mit kulturell bedeutenden Materialien und deren Geschichten von Nutzung, Erhaltung und Wiederherstellung bringt sie eine eigene Perspektive auf Fragen von Fürsorge und materiellem Erbe ein. Gemeinsam reflektieren Chakrabarti und Kesler unterschiedliche Formen des Umgangs mit geerbten Materialien, von intimen und familiären Beziehungen bis hin zu institutionellen Konservierungspraktiken. Dabei diskutieren sie, wie sich künstlerische und museale Ansätze unterscheiden, überschneiden und voneinander lernen können.

Moderation: Felix Sattler, Leitender Kurator TA T.

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Gespräch über geerbte Dinge
Bhasha Chakrabarti im Gespräch mit Marika Kesler

Bhasha Chakrabarti ist Künstlerin.

Sie arbeitet mit Dingen aus ihrer Familie.

Marika Kesler ist Restauratorin.

Sie arbeitet in einem Museum.

Dort kümmert sie sich um alte Dinge.

Im Gespräch geht es um Fragen wie:

  • Wie kümmern wir uns um alte Dinge?
  • Wie können wir beschädigte Dinge erhalten?
  • Was erzählen uns diese Dinge über die Vergangenheit?
  • Was können Museen und Künstler*innen voneinander lernen?

Das Gespräch gehört zur Ausstellung Archive of Divine Possessions.

In der Ausstellung zeigt Bhasha Chakrabarti Stoffe und religiöse Gegenstände aus ihrer Familie.

Sie untersucht diese Dinge mit Malerei, Collagen, Video und anderen künstlerischen Arbeiten.

Marika Kesler arbeitet im Ethnologischen Museum Berlin.

Dort kümmert sie sich um alte Stoffe und andere Objekte.

Gemeinsam sprechen Bhasha Chakrabarti und Marika Kesler über unterschiedliche Arten, mit geerbten Dingen umzugehen.

Das Gespräch findet in der Ausstellung statt.

Felix Sattler leitet das Gespräch.

Dauer: ca. 1 Stunde.

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