Ausstellung, inherit x TA T

Valerie Karpan: Hydraulic Border Intervals

4. Juli 2026

Im gesamten Gebäude

Eintritt frei

Ukrainisch, Englisch, Deutsch

Leichte Sprache lesen ↓

Hydraulic Border Intervals ist eine Installation und ein künstlerisches Forschungsprojekt, das Grenzen als ökologische und infrastrukturelle Bedingungen untersucht, die aus dem Zusammenspiel von militärischer Gewalt, sich verändernden Landschaften sowie den Zirkulationen von Menschen, Wasser und Klang hervorgehen.

In der kreisförmigen Architektur des Tieranatomischen Theaters (TA T) installiert, tritt die Arbeit in einen Dialog mit den vielschichtigen Geschichten des Gebäudes als Ort der Beobachtung und des Experimentierens sowie mit seiner Nähe zur Panke. Sie basiert auf Feldaufnahmen und gefundenen Materialien, die im Rahmen einer kollaborativen Forschung auf der Insel Chortyzja (Ukraine) gemeinsam mit Maryna Marynichenko und Clemens Poole entstanden sind, und integriert zudem Aufnahmen aus dem Evros-Delta (Griechenland) von Lefteris Krysalis. Die Installation entfaltet sich als Hörumgebung, die durch Interferenzen (Durch/Unterbrechungen?) und wechselnde Beziehungen zwischen Körpern, Klang und Raum strukturiert ist.

Was erwartet Sie

Die öffentliche Aktivierung am 4. Juli markiert die erste gemeinsame Präsentation der Installation in Form von

Listening Sessions,

• eines Künstlerinnengesprächs und

Gesprächen mit Teilnehmenden.

Diese Begegnungen erweitern die Auseinandersetzung des Projekts mit Übertragung als ökologischem und sozialem Prozess, der sich unter Bedingungen eingeschränkter Mobilität und instabiler Wahrnehmungsverhältnisse vollzieht.

Hydraulic Border Intervals lädt die Besuchenden dazu ein, sich durch fragmentarische Signale und wechselnde klangliche Beziehungen zu bewegen, und fragt danach, wie Wissen weiterhin zirkulieren kann, wenn die Kanäle, durch die es vermittelt wird, instabil bleiben.

Über die Künstlerin

Valerie Karpan ist Forscherin und Kulturschaffende. Sie arbeitet sowohl in künstlerischen als auch in wissenschaftlichen Kontexten. Ihre Arbeit ist geprägt von einem Engagement für inklusive Bildung, partizipative Kunst und innovative kuratorische Praktiken. Zu ihren zentralen Forschungsfeldern gehören partizipative Kunst, koloniale und dekoloniale Diskurse im Kontext der Osteuropastudien, Formen der Erinnerung und des Gedenkens sowie partizative Kartierung.

Sie ist Mitbegründerin der NGO Cultural Geographies und ihrer Initiative Children’s Geographies. Seit 2018 ist sie Mitglied der Kunstgruppe Variable Name. Sie war Stipendiatin des Gaude-Polonia-Programms des polnischen Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe (2018), Teilnehmerin der Curatorial Platform des PinchukArtCentre (2020) sowie Artist-in-Residence am WRO Art Centre in Wrocław, Polen (2019), und im Programm Ukrainian Calling in Frankfurt (Oder), Deutschland (2021). 2022 war sie Art Prospect Fellow (Art Prospect, New York), wo sie gemeinsam mit Kolleg*innen aus den USA zu sozial engagierten Praktiken forschte. Für den PinchukArtCentre Prize 2025 wurde sie nominiert.

Zugehörige Ausstellungen und Veranstaltungen

Impressum

Künstlerin
Valerie Karpan

Forschung und künstlerische Mitarbeit

Feldaufnahmen und Feldforschung (Insel Chortyzja, Ukraine)
Maryna Marynichenko
Clemens Poole

Feldaufnahmen (Evros-Delta, Griechenland)
Lefteris Krysalis

Klangentwicklung
Jean-Daniel Tömör
Lefteris Krysalis

Konzeptionelle Gespräche
Maryna Marynichenko
Clemens Poole
Lefteris Krysalis
Yurii Tymoshenko (Mokri Dereva)
Roman Kahal
Yehor Polishchuk

Materielle Beiträge
Mariia Piletska (saisonale fotografische Drucke)
Yevheniia Maior (Objekte)

Skulpturale Beiträge, Animation
Oleksii Voitykh

Eine Produktion von
inherit. heritage in transformation, Humboldt-Universität zu Berlin

Direktion
Prof. Dr. Eva Ehninger
Prof. Dr. Sharon Macdonald

Szenographie und Produktion
Caspar Pichner

Produktionsassistenz
Anne Huber

Koordination
Elisaveta Ernst

Partner & Förderer

Gefördert durch
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Leichte Sprache

Hydraulic Border Intervals ist eine Kunst-Installation und ein Forschungsprojekt der Künstlerin Valerie Karpan.

Die Arbeit beschäftigt sich mit Grenzen.

Sie fragt:
Wie entstehen Grenzen durch Krieg, Landschaften, Wasser, Geräusche und die Bewegungen von Menschen?

Die Installation ist im Tieranatomischen Theater (TA T) zu sehen.

Sie bezieht sich auf die Geschichte des Gebäudes und auf die nahe gelegene Panke.

Für die Arbeit wurden Tonaufnahmen und verschiedene Materialien gesammelt.

Diese entstanden bei gemeinsamer Forschung auf der Insel Chortyzja in der Ukraine.

Daran beteiligt waren Maryna Marynichenko, Clemens Poole und Valerie Karpan.

Weitere Tonaufnahmen stammen aus dem Evros-Delta in Griechenland und wurden von Lefteris Krysalis aufgenommen.

Die Installation lädt zum Hören ein.

Klänge, Stimmen und Geräusche verändern sich im Raum.

So entstehen immer neue Verbindungen zwischen Klang, Körper und Umgebung.

Am 4. Juli gibt es eine öffentliche Veranstaltung zur Installation.

Dort finden gemeinsame Hör-Sessions, ein Gespräch mit der Künstlerin und Gespräche mit Besucher*innen statt.

Die Veranstaltung fragt:

Wie können Menschen Wissen teilen, wenn Wege der Kommunikation unsicher oder unterbrochen sind?

Hydraulic Border Intervals lädt Besucher*innen dazu ein, aufmerksam zuzuhören und neue Verbindungen zwischen Klang, Orten und Menschen zu entdecken.

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