Partizipative Forschung und Wissensaustausch

Das (Zu-)hörende Theater

Audioguide & Audiowalks auf dem Campus Nord

Offen für Beteiligung

Juni-Oktober 2026

Tieranatomisches Theater & Campus Nord

Mittwochs 14–18 Uhr und nach Vereinbarung

DE & EN

Leichte Sprache Version ↓

„Anderen zuzuhören genügt nicht. Es ist auch unsere Aufgabe, zu lernen, uns selbst zuzuhören.“— bell hooks, Talking Back, 1986

Wie schreibt sich eine Universität in das Leben eines Ortes ein?

Das Zu-hörende Theater ist ein transdisziplinäres Forschungs- und Vermittlungsprojekt des Tieranatomischen Theaters und des Zentrums für Kulturtechnik. Durch einen Audioguide, Audiowalks und ein öffentliches Programm erforscht das Projekt die Geschichten, Erinnerungen und Wissenskulturen des Tieranatomischen Theaters und des Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin – von 1790 bis heute. Gemeinsam mit Studierenden, Forschenden, Künstler*innen, Nachbarinstitutionen, Historiker*innen, ehemaligen Mitarbeitenden sowie den Campusgemeinschaften von damals und heute entsteht ein wachsendes Hörarchiv und eine Klangbibliothek, die ab 2027 frei zugänglich sein werden.

In diesem Projekt verstehen wir Zuhören als eine kollektive und situierte Praxis. Wandern, Erinnern, Aufzeichnen, Beobachten und das Teilen von Erfahrungen werden zu Möglichkeiten, zu erkunden, wie Wissen, Erinnerung und Ort auf dem Campus Nord bis heute nachwirken und miteinander in Resonanz treten. Zuhören beginnt für uns dort, wo wir hinterfragen, was wir über diesen Ort bereits zu wissen glauben. Was kann uns der Campus erzählen, wenn wir seinen vielen biografischen Schichten Aufmerksamkeit schenken – den menschlichen ebenso wie den mehr-als-menschlichen? Kann dieser Ort zu einem Wissenspartner werden?

Lass von dir hören

Helfen Sie mit, das Hörarchiv des Campus Nord zu erweitern. Ob Ihre Verbindung zum Campus Nord mit Wissenschaft, Lehre, Fürsorge, Ökologie, Alltagsleben, politischem Wandel, Architektur oder persönlichen Erinnerungen verbunden ist – wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Wir interessieren uns für Erinnerungen, Beobachtungen, Erfahrungen, Fragen, Fotografien, Dokumente und Formen lebendigen Wissens, die mit dem Campus Nord und seinen Veränderungen verbunden sind.

Bis Oktober können Sie eine Erinnerung online oder persönlich teilen (Tieranatomisches Theater, Raum 102), die Erinnerungskette weiterknüpfen (senden Sie eine Postkarte vom Campus Nord, um sich wieder mit jemandem zu verbinden, der sich auch an diesen Ort erinnert) oder an einer unserer öffentlichen Aufnahmesitzungen für Erinnerungen während des Tag des offenen Denkmals (12.–13.09.2026) teilnehmen.

Erinnerungen teilen | Persönlich vor Ort

Tieranatomisches Theater, Campus Nord, Haus 3, Raum 102

Wir haben einen Raum (102) eingerichtet, in dem wir Interviews mit Menschen aufzeichnen, die ein Wissen, eine Erfahrung oder eine persönliche Erinnerung an den Campus Nord und seine Veränderungen mit uns teilen möchten. Bringen Sie Fotografien, Dokumente, Objekte, Aufnahmen oder einfach eine Erinnerung mit, die Sie teilen möchten.

Sie können auch gemeinsam mit Freund*innen, Kolleg*innen, Nachbar*innen, Familienmitgliedern oder ehemaligen Kommiliton*innen kommen. Manche Erinnerungen entfalten sich anders, wenn man sich gemeinsam erinnert. Die Projektkuratorin Paz Ponce ist jeden Mittwoch von 14:00 bis 18:00 Uhr für Gespräche, den Austausch von Erinnerungen und Wissen, informelle Besuche und vereinbarte Interviews vor Ort. Außerhalb dieser Zeiten können weitere Termine per E-Mail vereinbart werden.

Raum 102 ist während der regulären Öffnungszeiten des Tieranatomischen Theaters geöffnet (Dienstag bis Samstag, 14–18 Uhr). Hier können Sie Projektmaterialien einsehen und zum wachsenden Hörarchiv beitragen. Außerdem finden Sie in diesem Raum Erinnerungsbögen, Postkarten vom Campus Nord sowie Briefmarken.

Eine Erinnerung teilen
| online

Wie wurde dieser Ort Teil Ihres Lebens? 

Der Campus Nord ist seit langem ein Ort des Lernens. Nun möchten wir von Ihnen lernen. Wir laden Sie ein, sich Zeit für Ihre Erinnerungen an diesen Ort zu nehmen. Unser Erinnerungsleitfaden bietet verschiedene Anregungen zum Erinnern.

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Postkarten vom Campus Nord verschicken
| Die Erinnerungskette weiterknüpfen

Tieranatomisches Theater, Campus Nord, Haus 3, Reception & Raum 102

Machen Sie bei unserer Postkartenaktion für die Campusgemeinschaft mit! Postkarten und Briefmarken erhalten Sie an der Rezeption des Tieranatomischen Theaters und in Raum 102. Nehmen Sie eine Postkarte mit, schicken Sie sie an jemanden, der sich ebenfalls an diesen Ort erinnert, oder nutzen Sie sie als Anlass, um ein Gespräch zu beginnen. So kann die Postkarte von einer Person zur nächsten weiterwandern und dazu beitragen, eine Erinnerungskette über Generationen, Gemeinschaften und unterschiedliche Erfahrungen des Campus Nord hinweg weiterzutragen.

Bildnachweise:
1. FU Archiv / Postkarten mit 6 verschiedenen Briefmarken (DDR) und Sonderstempe (1990)
2. HU Archiv – CMS / Joachim Fisahn, Tieranatomisches Theater (DDR, 1980er Jahre)
3. HU Archiv / Unbekannt, Lehrschmiede
4. FU Archiv / Wohnhaus am Gurtl Weg
5. HU – TA Planarchiv / Königliche Tierärztliche Hochschule zu Berlin, 1895
6. HU / Unbekannt, Studenten im Aufbau eines neuen Deutschland. Gasthörer in der tierärztlichen Poliklinik der HU, 1947.

Warum Ihre Erinnerungen Wichtig Sind

Das (Zu-)hörende Theater verbindet wissenschaftliche Forschung, künstlerische Forschung, Archivquellen und Oral History, um die Geschichten, Erinnerungen und Wissenskulturen des Campus Nord zu erkunden. Wissenschaftliche Forschung hilft uns, umfassendere historische, soziale, politische und ökologische Prozesse zu verstehen. Archive bewahren Dokumente, Aufzeichnungen und Spuren, die dabei helfen, die Vergangenheit zu rekonstruieren. Künstlerische Forschung schafft Raum für Aufmerksamkeit, Vorstellungskraft, sensorische Erfahrung und neue Arten der Fragestellung. Oral History und Erfahrungswissen fügen dem etwas ebenso Wichtiges hinzu. Sie bewahren Erfahrungen, die nie formal dokumentiert wurden, zeigen, wie Orte im Alltag genutzt und wahrgenommen wurden, und helfen uns zu verstehen, wie größere historische Veränderungen von den Menschen erlebt wurden, die sie durchlebt haben.


Aus diesem Grund orientiert sich das Projekt an unterschiedlichen Perspektiven statt an unterschiedlichen Autor:innen. Jede Form von Wissen trägt etwas bei, das die anderen nicht leisten können. Zusammen helfen sie dabei, ein tieferes Verständnis für den Campus Nord und seine vielen Veränderungen zu entwickeln.

Als Projekt des Tieranatomischen Theaters in Kooperation mit dem Zentrum für Kulturtechnik, untersucht Das (Zu-)hörende Theater, wie Universitäten Räume für den Wissensaustausch öffnen können, während dieses Wissen gerade erst entsteht. Durch das Zusammenspiel von akademischer Forschung, Denkmalpflege, künstlerischer Forschung und gesellschaftlicher Teilhabe stärkt das Projekt die Beziehung zwischen der Universität und den Gemeinschaften, die diesen Ort prägen, nutzen und sich an ihn erinnern.

Mitmach-Events zum Projekt

  • Singende Nacht, Aufruf zur Teilnahme

    Samstag, 29.08.2026, 20:45-23:00

    Lange Nacht der Museen 2026

    Tieranatomisches Theater, Hörsaal

    Gute Nacht Versammlung

    Mehr: Gute Nacht Versammlung
  • Hörarchiv, Erinnerungssammlung

    24.06.26 – 13.09.26

    Offen für Beiträge

    Kontakt per E-Mail | Termin vereinbaren | Besuch in Raum 102

    Erinnerungen an diesen Ort gesucht

    Mehr: Erinnerungen an diesen Ort gesucht

Impressum

  • Projekt Leitung & Kuratorin: Paz Ponce
  • Sound design: Ilona Marti
  • Projektmanagement: Antonia Willisch
  • Produktion & Ausstellungstechnik: Fanny Welz
  • Kommunikation: Frederike Jaedicke-Nolte
  • Projekt-Intern: Dominique Barra (Humboldt Internship Program)
  • Forschungsmitwirkende::

    *Seminar „Sensory Ethnography“ – IfEE, HU: Geleitet von Prof. Dr. Magdalena Buchczyk sowie Dr. des. Melanie Garland, Dr. Carla J. Maier und Adela Taleb (Amo Collective Berlin) – Forschungsstudie 0: Campus Nord als situiertes Wissen *Flavia Hennig – Forschungsstudie I: Musik als Forschung *Club Real Forschungsstudie II: Mehr-als-menschliches Wissen *Anne Hölck – Forschungsstudie II: Mehr-als-menschliches Wissen *Siegmar Zacharias (Social Body Apothecary) – Forschungsstudie II: Mehr-als-menschliches Wissen *Agnieszka Bulacik – Forschungsstudie III: Stimme als Forschung

Projektpartner

Leichte Sprache Version

Es ist wichtig, anderen Menschen zuzuhören. Wir müssen aber auch lernen: Wie hören wir auf uns selbst? — bell hooks. Aus dem Buch: Talking Back

Was ist das für ein Projekt?

Das Zu(hörende) Theater ist ein Projekt. Es geht dabei um: Das Zuhören. Erinnerungen. Und um einen bestimmten Ort.

Wir sammeln: Geschichten. Geräusche und Töne. Erfahrungen. Und Wissen. Das alles gehört zum Campus Nord und zum Tieranatomischen Theater.

Wir arbeiten zusammen mit: Studierenden. Forschenden. Künstlerinnen und Künstlern. Nachbarinnen und Nachbarn. Früheren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Und mit Gästen. Zusammen machen wir ein gesprochenes Archiv und eine Klang-Bibliothek.

Das gehört zum Projekt:

  • Öffentliche Veranstaltungen
  • Audioguide (Das sind Hör-Führungen)
  • Audio-walks (Das sind Hörspaziergänge)
  • Interviews

Das Archiv ist im Jahr 2027 fertig. Alle Menschen können es dann kostenlos nutzen.

Paz Ponce leitet das Projekt. Sie ist die Kuratorin. Das Projekt wird von zwei Orten entwickelt: Vom Tieranatomischen Theater. Und vom Zentrum für Kulturtechnik.

Unsere große Forschungs-Frage

Wir stellen eine wichtige Frage:
Wie bleibt ein Ort in den Erinnerungen von Menschen?

Dafür müssen wir lernen, genau zuzuhören. Wir stellen diese Fragen:

  • Was kann uns dieser Campus über die Vergangenheit erzählen? Und was kann uns der Campus über die Zukunft erzählen?
  • Welche Geschichten erinnern die Menschen? Und welche Geschichten wollen sie für die Zukunft mitnehmen?
  • Welche Geschichten wurden verschwiegen? Oder welche Geschichten wurden vergessen?
  • Wie hat sich dieser Ort im Lauf der Zeit verändert?
  • Was können wir lernen von: Tönen und Geräuschen? Gegenständen? Gebäuden? Pflanzen und Tieren? Und von den persönlichen Erinnerungen von Menschen?

Wir glauben: Geschichte gehört nicht nur zu Universitäten, Archiven oder Büchern. Geschichte lebt auch: In den Menschen. In Beziehungen. In Erlebnissen aus dem Alltag. Und in den Erinnerungen, die wir miteinander teilen.

So können Sie beim Projekt mitmachen

Sie können uns auf verschiedene Weise beim Bau der Hör-Führung helfen:

Teilen Sie Ihre Erinnerung mit uns

Haben Sie eine Verbindung zum Campus Nord?

Vielleicht haben Sie hier studiert.

Vielleicht haben Sie hier gearbeitet.

Vielleicht haben Sie den Campus besucht. Oder Sie haben in der Nähe gewohnt. Oder Sie erinnern sich an ein bestimmtes Ereignis.

Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören.

Sie können das mit uns teilen:

  • Erinnerungen.
  • Erlebnisse.
  • Beobachtungen.
  • Fragen.
  • Fotos.
  • Dokumente.
  • Oder Ton-Aufnahmen.

Jeder Beitrag hilft uns. So können wir diesen Ort besser kennen-lernen. Und wir erfahren, was der Ort für verschiedene Menschen bedeutet.

Besuchen Sie den Raum 102 im Veterinary Anatomy Theater

Der Raum 102 ist ein Ort für: Zuhören. Gespräche. Und das Teilen von Erinnerungen.

Sie können zu uns kommen, um: Miteinander zu reden. Materialien vom Projekt anzusehen. Oder etwas zu unserem Erzähl-Archiv beizutragen

Sie können diese Dinge mitbringen: Fotos. Dokumente. Gegenstände. Aufnahmen. Oder einfach eine Erinnerung.

Sie können auch zusammen mit anderen Menschen kommen. Zum Beispiel mit: Einem Freund oder einer Freundin. Einem Kollegen oder einer Kollegin. Einem Nachbarn oder einer Nachbarin. Einem Familien-Mitglied. Oder mit einer Person aus Ihrer alten Schul-Klasse.

Manchmal erinnern sich Menschen besser, wenn sie gemeinsam nachdenken.

Die Kuratorin Paz Ponce ist jeden Mittwoch da. Von 14 Uhr bis 18 Uhr. Sie können mit Paz: +Reden. +Erinnerungen teilen. +Oder ein Interview machen

Sie können auch einen anderen Termin machen. Schreiben Sie uns dafür eine E-Mail.

Der Raum 102 ist offen. Er hat die gleichen Öffnungszeiten wie das Tieranatomische Theater:

Dienstag bis Samstag Von 14 Uhr bis 18 Uhr.

Teilen Sie eine Erinnerung im Internet!

Auf dem Campus Nord lernen Menschen schon seit sehr langer Zeit. Viele Generationen von Menschen haben hier gelernt.

Jetzt möchten wir von den Menschen lernen. Von den Menschen, die diesen Ort gut kennen.

Unser Erinnerungs-Heft hilft Ihnen beim Nachdenken. Darin gibt es einfache Fragen. Diese Fragen helfen Ihnen, sich zu erinnern an: Menschen. Orte. Ereignisse. Und Erlebnisse aus dem Alltag auf dem Campus Nord.

Eine Postkarte vom Campus Nord verschicken.

Es gibt kostenlose Postkarten und Briefmarken. Sie finden die Postkarten und Briefmarks hier: Am Empfang. Und im Raum 102.

Auf den Postkarten sind verschiedene Fotos. Die Fotos kommen aus den Archiven von verschiedenen Universitäten. Einige Fotos sind alt. Andere Fotos sind neu. Diese neuen Fotos haben Studenten gemacht. Die Fotos zeigen: So hat der Campus früher ausgesehen. Und so sieht der Campus heute aus.

Sie müssen diese Postkarten nicht an uns zurück-schicken.

Sie schreiben eine Nachricht auf die Postkarte. Danach schicken Sie die Postkarte mit der Post weg. Sie können die Postkarte an diese Personen schicken: An einen Freund oder eine Freundin. An ein Familien-Mitglied. Oder an eine Person aus Ihrer alten Schul-Klasse oder Studien-Zeit.

Das hilft, ein Gespräch anzufangen. So sprechen die Menschen wieder miteinander. Und die Menschen teilen ihre Erinnerungen.

Ihre Erinnerungen sind wichtig!

Es gibt viele Wege, um die Geschichte von einem Ort zu erzählen. Dazu gehören: Die Forschung und alte Dokumente. Die Archive. Die Kunst-Werke an dem Ort. Und die persönlichen Erinnerungen von Menschen.

Archive sammeln alte Papiere und Dokumente. In einem Archiv werden diese Dinge sicher aufbewahrt. So gehen die Informationen nicht verloren.

Die Forschung zeigt uns zum Beispiel: Was ist in der Geschichte passiert? Wie verändert sich das Leben von den Menschen? Und wie verändert sich die Umwelt?

Kunst hilft uns, die Welt neu zu sehen. Kunst bringt uns zum Nachdenken und Zuhören.

Erinnerungen zeigen uns: So war das normale Leben von den Menschen an diesem Ort.

Manche Erlebnisse wurden niemals aufgeschrieben. Erinnerungen helfen, dass diese Erlebnisse lebendig bleiben.

Jeder Beitrag ist wertvoll für uns.

Alle Informationen zusammen helfen uns. So verstehen wir den Campus Nord besser. Und wir lernen viel über die Geschichte von diesem Ort.

Das Listening Theater ist ein besonderer Ort. An diesem Ort kommen verschiedene Dinge zusammen: Die Forschung. Die Geschichte von dem Ort. Die Kunst. Und die Ideen von allen Menschen.

Wir hören uns viele verschiedene Berichte an. So lernen wir mehr über diesen Ort. Und wir lernen mehr über die Menschen, die hier leben und arbeiten.

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