Microbial Matters
Beatriz Colomina und Mark Wigley
In Vortrag und einer Podiumsdiskussion erkunden wir alternative Designgeschichten aus der Perspektive des mikrobiellen Lebens – und der Frage nachgehen, warum Mikroben untrennbar mit zeitgenössischen, regenerativen und multispezies Designkulturen verbunden sind.
Wir laden Sie herzlich zu »Microbial Matters« ein – einem interdisziplinären Austausch, der sich mit den sich wandelnden Vorstellungen von mikrobieller Aktivität in der gebauten Umwelt, Design und in der materiellen Kultur befasst. Indem wir den modernistischen Impuls, mikrobielles Leben zu kontrollieren und auszuschließen, hinterfragen, eröffnen wir einen Dialog über die aktive Rolle von Bakterien in vergangenen und zukünftigen Designpraktiken.
»Microbial Matters« präsentiert einen Vortrag der renommierten Architekturhistoriker*innen und -theoretiker*innen Beatriz Colomina und Mark Wigley, in dem sie ihr neuestes Buch We the Bacteria vorstellen, gefolgt von einer Podiumsdiskussion mit der Mikrobiologin Regine Hengge, den Architekt*innen Iva Rešetar und Bastian Beyer sowie der Design- und Kulturhistorikerin und Co-Direktorin des Exzellenzclusters »Matters of Activity. Image Space Material«, Claudia Mareis.
In ihrer Forschung zur biotischen Architektur untersuchen Colomina und Wigley die engen Verflechtungen zwischen Mikroben, Körpern und Gebäuden und entwerfen ein dringendes Manifest für eine alternative Architekturphilosophie – eine, die die Koexistenz verschiedener Spezies anerkennt. Das im Rahmen der experimentellen Praktiken am Exzellenzcluster »Matters of Activity. Image Space Material« (MoA) an der Humboldt-Universität zu Berlin konzipierte Projekt »Co-Weaving Biofilms« denkt menschliches und bakterielles Weben durch die Aktivität von Mikroorganismen neu. Es verbindet Architektur und Design mit Mikrobiologie und Materialwissenschaften. Die Installation »Co-Weaving Biofilms«, die aus bakterieller Zellulose gewachsen ist, ist im Rahmen des Programms zu sehen und bringt die MoA-Forschung in den Ausstellungsraum von TA T.
Impressum
- Projektleitung MoA: Iva Rešetar, Bastian Beyer und Claudia Mareis
- Kurator TA T: Felix Sattler
- PR MoA: Carolin Ott
- Projekt »Co-Weaving Biofilms«: Bastian Beyer, Iva Rešetar und Regine Hengge, mit Unterstützung von Moritz Liedtke
Kooperationen / Gefördert durch:
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kulturtechnik statt, im Rahmen der strategischen Partnerschaft zwischen der Humboldt-Universität zu Berlin und der Princeton University, unterstützt durch die Flexible Funds der Humboldt-Universität zu Berlin.

Leichte Sprache
Warum sind Mikroben wichtig?
Mikroben sind sehr kleine Lebewesen.
Dazu gehören auch Bakterien.
Wir können sie nicht sehen.
Aber sie sind überall.
Diese Veranstaltung fragt:
Warum sind Mikroben wichtig für Design, Gebäude und die Zukunft?
Früher wollten viele Menschen Mikroben aus Gebäuden fernhalten.
Diese Veranstaltung zeigt eine andere Idee:
Mikroben können helfen, Materialien und Räume mitzugestalten.
Menschen und Mikroben leben zusammen.
Die Architektur-Forscher*innen Beatriz Colomina und Mark Wigley stellen ihr neues Buch We the Bacteria vor.
Nach dem Vortrag gibt es eine Gesprächs-Runde.
Mit dabei sind Menschen aus:
- Architektur
- Mikrobiologie
- Design
- Kulturforschung
Die Veranstaltung gehört zum Forschungs-Projekt Co-Weaving Biofilms an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Im TA T ist auch eine Installation zu sehen.
Sie besteht aus bakterieller Zellulose.
Das Material wächst mit Hilfe von Bakterien.
Gemeinsam fragt die Veranstaltung:
Wie können Menschen, Mikroben und Materialien zusammenleben?
Dauer: etwa 90 Minuten
Sprache: Englisch






