Good Night Assembly
Nächtlisches Gesangstreffen
Zur Langen Nacht der Museen lädt das Tieranatomische Theater das Publikum dazu ein, gemeinsam mit lokalen Chören und Stimmpraktiker*innen im historischen Hörsaal eine nächtliche Gesangsversammlung und eine kollektive Hörpraxis zu erleben. Unter den 1790 gemalten Fresken von Bernhard Rode erscheint die Veterinärmedizin als Akt der Fürsorge, aber auch der Wachsamkeit und Kontrolle. Kann die Stimme diese Spannung heilen? Singt mit, ruht euch aus oder begleitet das Gebäude in den Schlaf.
In diesem nach innen gekehrten Resonanzkörper, in dem kein Atemzug unbemerkt bleibt, stellt die Good Night Assembly die Frage, what es bedeutet, ein anderes Lebewesen durch die Nacht zu begleiten – und schlägt damit eine Brücke zu den in den Kuppelfresken dargestellten Beziehungen von Nähe, Arbeit und Ruhen.

Was Sie erwartet
Die musikalische Dramaturgie folgt dem langsamen Übergang vom Abend in die Nacht. Die beteiligten Gruppen bringen Renaissance-Madrigale, Wiegenlieder und mehrstimmige Gesänge aus unterschiedlichen Traditionen zu einer gemeinsamen, lebendigen Klanglandschaft zusammen.
Der Raum als Instrument: Die außergewöhnliche Akustik und die knarrenden Bänke aus Lindenholz verwandeln den historischen Hörsaal selbst in einen Resonanzkörper.
Ein kollektives vokales Fresko: Angeleitet von der Künstlerin und Stimmpraktikerin Agnieszka Bulacik entfaltet sich der Abend durch Momente der Stille, Atemrhythmen und des gemeinsamen Zuhörens. Nach und nach entsteht unter der Kuppel eine temporäre Klanginstallation.
Klangliche Wegbegleitung: Wir laden dazu ein, Klänge zu erleben, die beruhigen, versammeln, leiten oder schützen – Wiegenlieder, gesummte Strukturen und nächtliche Gesänge, die menschliche und mehr-als-menschliche Welten miteinander verbinden.
Dauer: 135 Minuten (15 Minuten Einführung, 120 Minuten Gesang)
Präsentiert auf Deutsch und Englisch. Gesungen wird in allen Sprachen.
Mitwirkende
The evening features the Kammerchor Sono97 and Bibliotheca Musica c/o Verein der Freunde der Staatsbibliothek (conducted by Sergi Gili Solé), the choir Todas las Voces (conducted by Byron Carrasco), and Johanne Braun with a vocal ensemble specially assembled for this occasion, bringing together participants from her summer workshop and singers from the Berlin women’s choir Akazien-Grazien. Joined by voice practitioners Mina Djordjevic and Anna Grodecki, these diverse languages, musical traditions, and voices merge into a single composition. Developed by TA T curator of public programmes & Outreach Paz Ponce in collaboration with Agnieszka Bulacik.
Hinweis: Die mitwirkenden Chöre und Vokalgruppen wurden über einen Open Call ausgewählt. Die Veranstaltung ist zudem Teil des partizipativen Audioguide-Projekts „Das (Zu-)hörende Theater“ und wird in Ton und Bild dokumentiert.
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Oder direkt am Samstag, den 29., im Tieranatomischen Theater.
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Ausführliche Beschreibung der historischen Kuppelfresken im Tieranatomischen Theater
Historische Resonanzen: Fürsorge und Kontrolle
Die Fresken wurden gegen Ende des 18. Jahrhunderts von Bernhard Rode gemalt. Sie waren Teil einer größeren Allegorie der Veterinärmedizin als einer damals neu entstehenden Disziplin der Fürsorge. Menschliches und tierisches Leben erscheinen darin innerhalb desselben visuellen und ethischen Bezugsraums: Beziehungen von Heilung, Führung, Arbeit, Abhängigkeit, Begleitung, Ansteckung und Kontrolle.
Für eine Nacht laden wir Sie ein, dabei zu helfen, das Gebäude
Uns interessieren die Klänge, mit denen sich Körper gegenseitig in die Ruhe, in den Schlaf und durch Übergänge begleiten: Wiegenlieder, Lamenti, Summklänge, Atemrhythmen, Pfiffe, Bordune, Flüstern, wiederholte stimmliche Gesten, Hirtenrufe, Nachtlieder, Nachtgesänge und mehr-als-menschliche Stimmpraktiken.
Mitwirken / Mitsingen beim Good Night Assembly
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Lange Nacht der Museen
Am 29. August findet die Lange Nacht der Museen statt.
Weitere partizipative Veranstaltungen
Impressum
- Konzept & Kuratierung: Paz Ponce
- Gastforscherin und Moderatorin: Agnieszka Bulacik
- Licht: Fanny Welz
- Projektmanagement: Antonia Willisch
- Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: Paz Ponce, Frederike Nolte-Jaedicke
Projektpartner



Leichte Sprache
Ein Lied reist weiter.
Es sucht ein Ohr, das ihm zuhört.
Vielleicht hört jemand erst in der Zukunft zu.
Vielleicht hört jemand an einem anderen Ort zu.
— nach John Berger
Ein Abend zum gemeinsamen Singen im Tieranatomischen Theater
Der 29. August ist die Lange Nacht der Museen.
Chöre und Gesangsgruppen kommen in den runden Saal des Tieranatomischen Theaters. Sie wurden über einen Aufruf (Open Call, jetzt geschlossen) ausgewählt.
Dieses Haus hat eine lange Geschichte.
Menschen kamen hierher, um etwas über Tiere und Tiermedizin zu lernen.
Manche Tiere wurden hier gepflegt.
Manche Tiere wurden für die Forschung genutzt.
Manchmal fühlt sich diese Geschichte traurig an.
Für einen Abend wollen wir das Haus mit Stimmen, Zuhören und Fürsorge füllen.
Über uns sind alte Bilder. Sie zeigen Tiermedizin als Fürsorge, aber auch als Kontrolle.
Wir fragen uns: Kann die Stimme diese Spannung heilen?
Für einen Abend wollen wir das Haus mit Stimmen, Zuhören und Fürsorge füllen.
Sie können mitsingen, sich ausruhen oder helfen, das Haus und die Tiere in den Schlaf zu begleiten.
Wir singen Wiegenlieder, Nachtlieder, Hirtenrufe, Summen und andere Stimmen.
Wir hören einander zu.
Die Künstlerin Agnieszka Bulacik leitet den Abend. Sie sorgt für gemeinsame Momente des Zuhörens zwischen den Beiträgen.
Mit dabei sind:
- Kammerchor Sono97 und Bibliotheca Musica (geleitet von Sergi Gili Solé)
- Todas las Voces (geleitet von Byron Carrasco)
- Johanne Braun mit einer Gruppe aus ihrem Sommer-Workshop und dem Frauenchor Akazien-Grazien
- Die Stimmpraktikerinnen Mina Djordjevic und Anna Grodecki
Kuratiert von Paz Ponce. Paz arbeitet am Tieranatomischen Theater als Kuratorin für Vermittlung & Outreach.
Hinweis
Diese Veranstaltung ist Teil des Audioguide-Projekts Das (Zu-)hörende Theater.
Der Abend wird mit Ton und Video aufgenommen.





